Über uns

 

Manchmal beginnt eine Idee dort, wo man selbst einmal Kind war.

Der Verein Bauernhoftiere für Stadtkinder e. V. ist aus der gemeinsamen Initiative meiner Schwester und mir entstanden.

 Wir beide sind im Freiburger Stadtteil aufgewachsen und haben als Kinder viel Zeit draußen verbracht – besonders im Obergrün.

 Damals gab es im Stadtteil noch zahlreiche brachliegende Flächen. 

Für uns waren sie Abenteuerspielplätze, Naturraum und ein Stück Freiheit.

 Wir waren fast immer draußen, haben die Jahreszeiten erlebt, Tiere beobachtet, auf den Wiesen gespielt und unsere Umgebung mit allen Sinnen entdeckt.

Mit den Jahren verschwanden immer mehr dieser Freiräume aus dem Stadtteil.

 Auch das Obergrün veränderte sich: Die offenen Flächen verbuschten zunehmend und der ursprüngliche Charakter der Wiesen ging immer mehr verloren.

 Gleichzeitig entstand bei uns der Wunsch, diesen besonderen Ort zu erhalten und wieder mit Leben zu füllen.

Dazu kam eine weitere Kindheitserinnerung:

 Auf den Wiesen im Obergrün hatten über Jahrzehnte Tiere geweidet – unter anderem Pferde und Heidschnucken. 

Wir wollten diese Verbindung von Tieren, offenen Wiesen und unserem Stadtteil erhalten und bewahren.

Meine Schwester ist Biologin, ich bin Erzieherin und habe mich zusätzlich im Bereich tiergestützter Pädagogik weitergebildet. Aus unseren unterschiedlichen fachlichen Perspektiven entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Kinder Tiere und Natur unmittelbar erleben können – und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie eng Landwirtschaft, Tierhaltung und 

Naturschutz miteinander verbunden sind.

Tiere als Landschaftspfleger

Unsere Tiere sind dabei nicht nur Teil unseres pädagogischen Angebots.

 Durch ihre Beweidung leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Offenhaltung der Landschaft.

Wo Flächen verbuschen und zuwachsen, verändern sich Lebensräume. Durch eine extensive Beweidung entstehen dagegen unterschiedliche Strukturen: kurz abgefressene Bereiche wechseln sich mit höherer Vegetation ab, offene Bodenstellen entstehen und Pflanzen können sich unterschiedlich entwickeln. Dadurch entstehen vielfältige Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

Dass diese Form der Landschaftspflege funktioniert, lässt sich bei uns unmittelbar beobachten. 

Gottesanbeterinnen, Zauneidechsen und Neuntöter 

gehören zu den besonderen Arten, die in und um das Obergrün vorkommen. Für uns ist das ein wunderbares Beispiel dafür, dass Tierhaltung und Naturschutz nicht im Widerspruch stehen müssen, sondern sich – wenn sie achtsam und passend zur Fläche erfolgt – ergänzen können.

Gerade diese Zusammenhänge möchten wir auch Kindern vermitteln: Ein Schaf ist nicht nur ein Tier, das man streicheln kann. Ein Pferd ist nicht nur ein Reittier. Und eine Wiese ist nicht einfach nur eine Wiese. 

Alles hängt miteinander zusammen.

Tiere verstehen – Natur bewahren

Nutztiere sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Landwirtschaft, bleiben für viele Kinder aber unsichtbar. 

Wir möchten Kindern ermöglichen, Tiere als fühlende Lebewesen kennenzulernen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und Verantwortung für sie zu übernehmen.

 Durch die tägliche Begegnung entstehen ganz selbstverständlich Fragen: 

Woher kommt unser Essen? 

Was braucht ein Tier? 

Wie sieht gute Tierhaltung aus?

 Und welche Rolle spielen Tiere in unserem Ökosystem?

So verbinden wir 

Bauernhofpädagogik, 

tiergestützte Pädagogik mit Nutztieren,

 Naturerfahrung,

 Landschaftspflege und

 Naturschutz 

miteinander.

Heute arbeiten wir mit Kitas, Schulen, Familien und Kindern zusammen. Wir möchten insbesondere Stadtkindern Erfahrungen ermöglichen, die für uns selbst ganz selbstverständlich waren: draußen sein, Tiere versorgen, Erde unter den Händen spüren, Verantwortung übernehmen und Natur nicht nur zu betrachten, sondern als Teil des eigenen Lebens zu erfahren.

Das Obergrün als naturnahe multicodierte Fläche ist ein Kleinod mitten in Freiburg.

 Es ist ein Ort, an dem große und kleine Menschen  

mitmachen, beobachten, ausprobieren und Beziehungen entwickeln dürfen – zu Tieren, zur Natur und zu sich selbst.

Denn wir wissen aus eigener Erfahrung: Was Kinder selbst erleben und lieben lernen, möchten sie später auch bewahren.

 

Kerstin und Cora

Cora Geigenbauer

seit 2005 staatlich anerkannte Erzieherin

seit 2007 Weiterbildung tiergestützte Pädagogik

 ISSAT zertifiziert

 


Kerstin und Cora

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